Füllen Sie Ihre Rentenlücke!
Eine Binsenwahrheit: Die staatliche Rente wird in Zukunft nicht ausreichen, um im Alter ohne materielle Not leben zu können. Der während des Erwerbslebens erworbene Lebensstandard wird sich nur dann erhalten lassen, wenn man so früh wie möglich beginnt, zusätzlich betrieblich und privat vorzusorgen.
Ohne zusätzliche Vorsorge geht es nicht
Immer mehr Menschen nutzen die Möglichkeiten staatlich geförderter zusätzlicher Altersvorsorge. Ende 2007 hatten ca. 17,5 Mio. Beschäftigte eine Betriebsrentenanwartschaft, gegenüber erst ca. 14,5 Mio. Anfang 2002.1 Rund 44 % der Beschäftigten in der Privatwirtschaft und 71 % im öffentlichen Sektor haben inzwischen Anwartschaften auf eine betriebliche Zusatzversorgung.2 Im Oktober 2011 berichtete das Statistische Bundesamt (http://www.destatis.de/), dass insgesamt 55 Prozent aller Arbeitnehmer eine Betriebs-Rente haben - entweder über eine Entgeltumwandlung oder auf anderem Weg.
Bis 2011 wurden außerdem über 15 Mio. private Riester-Verträge abgeschlossen.3 Anspruchsberechtigt wären aber immerhin 33 Millionen Menschen.4
Die Zahlen machen deutlich, dass sich viele Menschen noch nicht für die zusätzliche Altersvorsorge entschieden haben. Das belegt auch eine im Auftrag des Versorgungswerks MetallRente erstellte Studie. Zwar ergab die Befragung von 2.500 repräsentativ ausgewählten 17- bis 27-Jährigen im Jahr 2010, dass die Jugendlichen zur Zusatzvorsorge grundsätzlich bereit sind. Doch sie wissen zu wenig darüber und tun nicht genug. So hatten nur zwölf Prozent der Befragten schon einmal von der Möglichkeit der Entgeltumwandlung gehört.5
Die Folgen sind schon jetzt absehbar: Nur zehn Prozent der Haushalte, in denen 15- bis 29-Jährige leben, haben nach Untersuchungen des Mannheim Research Institute for the Economics of Age Betriebsrentenansprüche. Unter den Arbeitnehmern mit Betriebsrente sind nur 6,8 Prozent unter 25 Jahre alt, während die Gruppe der 55- bis 65-Jährigen mit 13,2 Prozent vertreten ist, obwohl ihre Versorgungslücke vergleichsweise klein ist.6
Und die, die vorsorgen, sparen zu wenig. Während fast zwei Fünftel der Älteren mehr als 1.200 Euro im Jahr einzahlen, sind es bei den Jungen nur 18 Prozent. Weniger als ein Zehntel lassen ihre Einzahlungen mit dem Einkommen wachsen. Die 15 Millionen Riester-Policen ändern nichts am negativen Befund. Die daraus resultierenden Rentenansprüche sind meist zu gering, um die Rentenlücke zu schließen.7
So früh wie möglich mit der extra Vorsorge beginnen - es lohnt sich
Viele Menschen verdrängen noch immer die Notwendigkeit zusätzlicher Vorsorgeanstrengungen - trotz sinkender staatlicher Leistungen, demografischer Veränderungen und sich wandelnder Erwerbsbiografien.
Deshalb: Jeder sollte so früh wie möglich beginnen, betrieblich und privat für eine zusätzliche Rente im Alter vorzusorgen.
Und das sind die Fakten:
Die gesetzliche Rente sinkt
Veränderte Erwerbsbiografien und Erhöhung des Rentenalters
Wir leben länger
1BMAS, Rentenversicherungsbericht 2009
2 Erhebung des Statistischen Bundesamtes 09.09.2011
3 BMAS, Pressemitteilung vom 15.11.2011
4 Handelsblatt, 12.12.2009
5 MetallRente Jugendstudie 2010
6 Handelsblatt, 26.09.2011
7 MetallRente Jugendstudie 2010








