Wir leben länger
Unsere Gesellschaft altert und wird durch niedrige Geburtenraten und eine steigende Lebenserwartung bestimmt. Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich die Geburtenziffer langfristig auf nur 1,4 Geburten je Frau einpendelt.1
Die meisten Menschen unterschätzen zudem heute ihre wahrscheinliche Lebenserwartung. Die mittlere fernere Lebenserwartung von heute 65-jährigen Frauen beträgt rund 20,7 Jahre und bei Männern 17,4 Jahre.2 Weil die Lebenserwartung in dem kommenden Jahrzehnten weiter steigt (bis 2030 auf 84,4 Jahre für Männer und 87,8 Jahre bei Frauen) verlängert sich natürlich auch die durchschnittliche Rentendauer.3
Aus dem Demografiebericht der Bundesregierung geht hervor, dass die Bevölkerungszahl in Deutschland auf derzeit 81,7 Millionen gesunken ist. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Nach Modellberechnungen des Statistischen Bundesamtes wird die Bevölkerungszahl bis zum Jahr 2060 auf 65 bis 70 Millionen zurückgehen. Zugleich verschiebt sich der Altersaufbau. Bereits in den kommenden beiden Jahrzehnten wird der Anteil der älteren Menschen deutlich steigen. Damit einher geht auch ein Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Heute besteht die Bevölkerung mit jeweils einem Fünftel noch fast zu gleichen Teilen aus Kindern und jungen Menschen unter 20 Jahren und aus 65-Jährigen und Älteren. Im Jahr 2060 wird jeder Dritte (34 %) mindestens 65 Jahre alt sein.4
Dies alles lässt befürchten, dass viele Menschen in den kommenden Jahrzehnten ein böses Erwachen erleben werden - sofern sie nicht extra Vorsorge betrieben haben.

Grafik: BMAS
1 BMAS, Rentenversicherungsbericht 2011
2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 343 vom 20.09.2011
3 BMAS, Rentenversicherungsbericht 2011
4 BMI, Pressemittelung, 26.10.2011








