FAQ

Die häufigsten Fragen zu MetallRente.Riester und unsere Antworten

1. Wer hat Anspruch auf altersvorsorgewirksame Leistungen?
Sie haben Anspruch auf AVWL, wenn Sie seit 6 Monaten ununterbrochen in einem Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie beschäftigt sind, das an den jeweiligen regionalen Manteltarifvertrag gebunden ist. Dies gilt für Beschäftigte und Auszubildende gleichermaßen.
2. Mein VWL-Vertrag läuft gerade aus. Kann ich dann AVWL in Anspruch nehmen?
Ja, das können Sie. Vergessen Sie aber nicht, AVWL rechtzeitig geltend zu machen!
3. Ich habe noch nie VWL in Anspruch genommen. Kann ich das jetzt noch tun?
Nein, das können Sie nicht mehr. Sie können aber ab sofort AVWL geltend machen. Der Anspruch entsteht mit Beginn des 7. Monats ununterbrochener Betriebszugehörigkeit. Wenn Sie kein Geld verschenken wollen. müssen Sie diesen Anspruch spätestens zum Ende des 5. Monats Ihrer Betriebszugehörigkeit geltend machen.
4. Wie mache ich meinen Anspruch auf altersvorsorgewirksame Leistungen geltend?
Sie können die AVWL nutzen, wenn Sie Ihren Anspruch auf AVWL schriftlich gegenüber Ihrem Arbeitgeber geltend machen und ihm Ihre Vorsorge-Entscheidung mitteilen.

Wollen Sie Ihre AVWL für einen privaten Riester-Renten-Vertrag nutzen, müssen Sie gleichzeitig auch einen entsprechenden Antrag vorlegen.

Bitte beachten Sie, dass Sie Ihren Anspruch einen Monat vor Anspruchsbeginn geltend machen müssen. Der Anspruch entsteht jeweils zu Monatsbeginn. Wenn Sie z.B. Mitte Februar Ihre AVWL geltend machen, erhalten Sie AVWL somit erst für den Monat April.
5. Gibt es dafür Formulare?
Ja, Sie können hier ein Geltendmachungsformular ausfüllen, ausdrucken und in Ihrer Personalabteilung abgeben.
Geltendmachungsformular für AVWL (PDF)

Auf unseren Internetseiten finden Sie auch unseren MetallRente RiesterRechner. Mit diesem Rechner können Sie den zur optimalen Nutzung der Riester-Förderung für Sie notwendigen Aufstockungsbetrag berechnen und mit dem unterschriebenen Antragsausdruck aus dem Rechner Ihre AVWL bei Ihrem Arbeitgeber bzw. bei der Personalabteilung geltend machen.

MetallRente RiesterRechner
6. Welche Schritte sind zur Geltendmachung von AVWL notwendig?

a) Zur Nutzung der AVWL für Entgeltumwandlung
Schritt 1:
Sie teilen Ihrem Arbeitgeber spätestens einen Monat vor Anspruchsbeginn Ihre Entscheidung für die Entgeltumwandlung der AVWL schriftlich mit.
Schritt 2:
Gleichzeitig fordern Sie Ihren Arbeitgeber auf, mit Ihnen eine entsprechende Entgeltumwandlungsvereinbarung abzuschließen.
Schritt 3:
Der Arbeitgeber überweist den umgewandelten Betrag entsprechend der getroffenen Entgeltumwandlungsvereinbarung und der im Betrieb geltenden Fälligkeitsregelungen an die entsprechende Versorgungseinrichtung, z.B. die MetallDirektversicherung von MetallRente.

b) Zur Nutzung der AVWL für MetallRente.Riester
Schritt 1:
Sie beantragen bei einem MetallRente-Berater einen MetallRente.Riester-Vertrag.
Schritt 2:
Sie machen Ihren Anspruch auf AVWL schriftlich spätestens einen Monat vor Anspruchsbeginn bei Ihrem Arbeitgeber geltend und legen ihm den MetallRente.Riester-Antrag vor.
Schritt 3:
Das Versorgungswerk MetallRente übermittelt Ihrem Arbeitgeber die Überweisungsdaten für Ihren MetallRente.Riester-Vertrag. Ihr Arbeitgeber überweist dann entsprechend den in Ihrem Vertrag vorgesehenen Fälligkeitsbestimmungen die AVWL auf Ihren MetallRente.Riester-Vertrag.
Möchten Sie AVWL im Rahmen von MetallRente.Riester aufstocken, um die optimalen staatlichen Zulagen erhalten zu können, bucht das Versorgungswerk diese Aufstockungsbeiträge von Ihrem Konto ab.

c) AVWL fließen in AG-finanzierte bAV
In diesem Fall gelten die Regelungen der Betriebsvereinbarung Ihres Unternehmens.
7. Ich nutze aktuell vermögenswirksame Leistungen für einen Bausparvertrag im Rahmen des fünften Vermögensbildungsgesetzes. Kann ich das weiter tun?
Ja, bis zum Ende der Vertragslaufzeit. Wenn die Hälfte der Laufzeit Ihres Vertrages zum Stichtag 22. April 2006 bereits abgelaufen war, können Sie darüber hinaus VWL noch für einen Anschlussvertrag in der bisherigen Form mit einer maximalen Laufzeit von 7 Jahren in Anspruch nehmen. Ist auch dieser Vertrag abgelaufen, können Sie die tarifvertraglichen Leistungen nur noch und ausschließlich für Altersvorsorge im Rahmen der tarifvertraglich vorgesehenen Möglichkeiten nutzen.
8. Ich bin 58 Jahre alt und nicht mehr an einem weiteren Altersvorsorgevertrag interessiert. Habe ich trotzdem Anspruch auf Leistungen nach dem Tarifvertrag?
Ja. Wenn Sie zum Stichtag 22. April 2006 bereits 57 Jahre oder älter waren, können Sie statt AVWL VWL bis zum Ende Ihres Beschäftigungsverhältnisses wie bisher in Anspruch nehmen.
9. Kann ich neben vermögenswirksamen Leistungen auch altersvorsorgewirksame Leistungen beanspruchen?
Nein. Wenn Sie jetzt noch vermögenswirksame Leistungen in Anspruch nehmen können, müssen Sie sich entscheiden, ob Sie Ihren Anspruch auf VWL beibehalten oder stattdessen altersvorsorgewirksame Leistungen geltend machen wollen.
10. Muss ich meinen VWL-Vertrag kündigen, um jetzt AVWL in Anspruch nehmen zu können?
Wenn Sie zurzeit VWL in Anspruch nehmen oder diese zukünftig noch in Anspruch nehmen könnten, haben Sie dennoch die Möglichkeit, sich jetzt für AVWL zu entscheiden. Dann erhalten Sie künftig AVWL. Ihren bestehenden VWL-Vertrag können Sie dann z.B. mit eigenen Beiträgen weiter bedienen oder beitragsfrei stellen.
11. Reichen die 319,- Euro AVWL jährlich für eine auskömmliche zusätzliche Altersversorgung?
Das kommt auf Ihre individuelle Situation an. I. d. R. reicht ein solcher Beitrag für eine ausreichende zusätzliche Rente jedoch nicht aus. Daher ist es wichtig, dass Sie die AVWL aus Ihrem Brutto- oder Nettoentgelt aufstocken.
12. Kann ich die AVWL aufstocken, um die mir nach §§ 10 a, 82 ff. EStG zustehende staatliche Zulagenförderung zu optimieren?
Ja. Sie haben Anspruch auf Aufstockung altersvorsorgewirksamer Leistungen aus Ihrem Nettoentgelt. Ob und in welcher Höhe Sie von diesem Aufstockungsanspruch Gebrauch machen wollen, können Sie jährlich zu Beginn eines Kalenderjahres frei entscheiden.
13. Wird meine Aufstockung in den Folgejahren gleich hoch sein, wenn ich immer die vollen staatlichen Zulagen erhalten will?
Nein. Die Aufstockung ist immer der Differenzbetrag zwischen der Summe aus AVWL und den staatlichen Zulagen zum notwendigen Gesamtbeitrag. Die Höhe der Aufstockung hängt von mehreren Faktoren ab, die sich in den nächsten Jahren ändern können.

Die Entwicklung Ihres rentenversicherungspflichtigen Einkommens hat Einfluss auf die Höhe der Aufstockung, da jeweils 4 % Ihres Vorjahresbruttoeinkommens als Gesamtbetrag in den Vertrag einzubringen sind, um die vollen staatlichen Zulagen zu erhalten.

Die Höhe der Zulagen hängt zudem von der Anzahl Ihrer kindergeldberechtigten Kinder ab. Diese wird über die gesamte Laufzeit nicht gleich sein. Gleich bleibt jedoch die Grundzulage für Sie selbst. 

14. Ich nutze VWL aktuell für Entgeltumwandlung zum Aufbau einer zusätzlichen betrieblichen Altersversorgung. Kann ich das ohne weiteres weiter tun?
Wenn Sie bereits VWL für eine Entgeltumwandlung nutzen, können Sie dies auch weiterhin tun. Die entsprechende Entgeltumwandlungsvereinbarung über die Verwendung der VWL wird durch den Arbeitgeber als Entgeltumwandlungsvereinbarung über AVWL fortgeführt. Evtl. erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber eine entsprechende schriftliche Klarstellung.

Ist in Ihrem Unternehmen - in der Regel durch eine entsprechende Betriebsvereinbarung - eine für alle Beschäftigten verbindliche arbeitgeberfinanzierte Versorgungszusage (Betriebsrente) in Höhe der AVWL erteilt worden, stehen Ihnen AVWL nicht mehr zur Entgeltumwandlung zur Verfügung. Das bringt auch Ihnen künftig Vorteile. Sie sollten in diesem Fall lediglich die mit Ihrem Arbeitgeber abgeschlossene Entgeltumwandlungsvereinbarung überprüfen und ggf. anpassen.
15. Was passiert, wenn ich in einen Betrieb wechsle, der keine AVWL oder vergleichbare Leistungen zahlt?
AVWL erhalten Sie dann nicht mehr. Wenn Sie Ihren Vorsorge-Vertrag beibehalten möchten, können Sie ihn mit eigenen Mitteln fortführen.
16. Welche Auswirkungen haben Teilzeitbeschäftigung, Arbeitslosigkeit oder unbezahlte Elternzeit auf meinen Anspruch auf AVWL?
Wenn Sie teilzeitbeschäftigt sind, erhalten Sie AVWL anteilig entsprechend dem Verhältnis Ihrer individuellen arbeitsvertraglichen Arbeitszeit zur tariflichen Arbeitszeit. Wenn Sie nicht das gesamte Kalenderjahr Anspruch auf Arbeitsentgelt haben, erhalten Sie die AVWL ebenfalls nur anteilig. Dabei haben Sie Anspruch auf 1/12 der AVWL für jeden Monat, in dem Sie mindestens für 2 Wochen Anspruch auf Entgelt haben.