FAQ

Die häufigsten Fragen zur Nutzung von altersvorsorgewirksamen Leistungen

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Die häufigsten Fragen zu MetallRente.bAV und unsere Antworten

1. Wie sieht es mit der betrieblichen Altersversorgung in der Metallindustrie aus?
Seit dem Abschluss des Tarifvertrages zur Entgeltumwandlung in der Metallindustrie im Herbst 2001 haben sich dem damals neu gegründeten Versorgungswerk MetallRente bereits mehr als 24.000 Unternehmen angeschlossen und über 460.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben sich entschieden, Entgelt umzuwandeln und die Vorteile der betrieblichen Altersversorgung über MetallRente zu nutzen (Stand 06/2013).
2. Wer kann vom Versorgungswerk MetallRente profitieren?
Jeder Arbeitnehmer, dessen Arbeitgeber MetallRente anbietet, kann vom Versorgungswerk MetallRente profitieren.
3. Wenn ich Entgelt umwandeln will, welche Teile meines Einkommens kann ich dafür nutzen?
Möglich ist die Umwandlung von altersvorsorgewirksamen Leistungen, Sonderzahlungen oder auch von Teilen des monatlichen Einkommens oder sonstigen Entgeltbestandteilen. Als Arbeitnehmer können Sie verlangen, dass ein Teil Ihrer Entgeltansprüche, maximal bis zu 4 % der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung, für Ihre individuelle Altersversorgung verwendet wird. Im Jahr 2014 sind dies bis zu 2.856 € pro Jahr. Der entsprechende Beitrag wird von Ihrem Arbeitgeber bei einer Versorgungseinrichtung eingezahlt und dort angelegt. Dieser Teil Ihres Einkommens ist steuerfrei- und auch sozialversicherungsbeitragsfrei. Zusätzlich können Sie 1.800 € steuerfrei für Altersvorsorge im Rahmen der bAV verwendeen, die jedoch sozialversicherungspflichtig sind. Diese Form staatlicher Unterstützung nennt man auch „Eichel“-Förderung. Wollen Sie z. B. 100 € monatlich für die bAV verwenden, werden diese 100 € von Ihrem Arbeitgeber an die Versorgungseinrichtung abgeführt. Steuern und Sozialbeiträge zahlen Sie nur für den übrigen Lohn.
4. Heißt das, ich muss bei Entgeltumwandlung überhaupt keine Steuern zahlen?
Ganz so einfach ist es nicht. Da Sie bei der Brutto-Entgeltumwandlung keine Steuern gezahlt haben, müssen Sie hinterher die daraus ersparte Rente versteuern. Aber meistens ist das günstiger, weil Rentner i. d. R. einen niedrigeren Steuersatz haben als Arbeitnehmer.
Wenn Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung pflicht- oder freiwillig versichert sind und Ihre Betriebsrente monatlich die Geringfügigkeitsgrenze von aktuell 134,75 € übersteigt müssen Sie dafür Beiträge für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung in voller Höhe von z. Zt.17,55 %, bzw. 17,8 % für Kinderlose, leisten.
5. Und was ist die Riester-Förderung?
Bei der Riester-Förderung zahlen Sie die Beiträge für die bAV aus Ihrem Netto-Einkommen, das heißt nachdem Sie Steuern und Sozialbeiträge abgeführt haben. Dazu gibt es vom Staat Zulagen, für Sie, Ihren Ehepartner und für jedes Kind, solange es kindergeldberechtigt ist. Um die vollen Zulagen zu bekommen, müssen Sie einen bestimmten Mindestbeitrag sparen. Wahlweise können Sie die Beiträge auch bis zu einer bestimmten Höchstgrenze als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. 2014 sind das bis 2.100 €. Das Finanzamt prüft jeweils, was im Einzelfall für Sie günstiger ist.
6. Was ist nun besser, Riester- oder Eichel-Förderung?
Das kommt auf Ihre jeweilige individuelle Situation an, das heißt auf die Höhe Ihres Einkommens und die Größe Ihrer Familie. In den meisten Fällen ergeben sich für Singles und Familien mit bis zu zwei Kindern Vorteile bei der Eichel-Förderung. Die Riester-Förderung bietet dagegen Familien mit mehreren Kindern hohe Zulagen, die die Steuervorteile- und Sozialversicherungsvorteile der Eichel-Förderung übertreffen können. Letztlich kommt es daher auf Ihr individuelles Bruttoentgelt, die Höhe Ihres steuerpflichtigen Familieneinkommens sowie die Anzahl Ihrer Kinder an.
7. Was hat MetallRente zu bieten?
MetallRente bietet auf der Grundlage der gesetzlichen und tarifvertraglichen Bestimmungen die drei Durchführungswege Pensionskasse, Pensionsfonds und Direktversicherung an, zusätzlich auch eine rückgedeckte Unterstützungskasse.

In den Durchführungswegen Pensionskasse, Pensionsfonds und Direktversicherung bietet MetallRente dabei beide Förderarten, „Eichel“- und „Riester“-Förderung. D. h. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können sowohl Bestandteile ihres Bruttoentgelts umwandeln, als auch die „Riester“-Förderung aus ihrem Nettoentgelt für den Aufbau einer zusätzlichen Rente nutzen.

In allen Durchführungswegen ist außerdem die zusätzliche Absicherung von Berufsunfähigkeit und Hinterbliebenen möglich.

Je nach Angebot ihres Arbeitgebers haben Sie in den Durchführungswegen Direktversicherung und Pensionskasse zudem die Wahl zwischen einer sicherheitsorientierten klassischen und einer fondsgebundenen Variante.

8. Was ist der Unterschied zwischen einer klassischen und einer fondsgebundenen Versicherung?
Die fondsgebundenen Rentenversicherungen setzen bei der Anlage der Beiträge zu einem größeren Teil auf Aktien und bieten dadurch gegenüber den klassischen Produkten höhere Renditechancen. Das gilt in noch höherem Maße für den MetallPensionsfonds. Auch bei der Wahl eines Fondsprodukts ist der Kapitalerhalt in Höhe der für die Altersrente eingezahlten Beiträge zum Rentenbeginn gesetzlich garantiert. Gleichzeitig haben besonders jüngere Beschäftigte höhere Ertragschancen durch die flexiblere Anlagestrategie im Pensionsfonds.
9. Warum sollten schon Auszubildende und Berufseinsteiger betrieblich fürs Alter vorsorgen?
Wie die Statistik ausweist, kann eine heute 65-jährige Frau davon ausgehen, dass sie noch über 22 Jahre leben wird. 1950 waren das nur 13 Jahre. Wir werden also immer älter, bei immer besserer Gesundheit. Reise-, Kultur- und Sportaktivitäten oder andere materielle Annehmlichkeiten, die das Leben später lebenswert machen, werden Sie sich mit der gesetzlichen Rente alleine nicht erfüllen können.

Je langfristiger Sie Geld für eine zusätzliche Rente sparen, desto höher sind Ihre Erträge. Insbesondere der Zinseszinseffekt macht es möglich, mit relativ geringem Sparaufwand bis zum Rentenbeginn ein ausreichendes Polster anzusparen. Ausrechnen können Sie sich das auch mit den Service-Rechnern von MetallRente. Unter www.metallrente.de können Sie sich die Ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten entsprechende Vorsorge-Lösung selbst berechnen. Auf jeden Fall gilt: Sie sollten auf keinen Fall staatliche Förderung für Ihre zusätzliche Altersvorsorge verschenken.

AVWL nutzen
Viele Azubis können bereits im ersten Ausbildungsjahr bei ihrem Arbeitgeber altersvorsorgewirksame Leistungen (AVWL) beantragen und diese für ihre zusätzliche Altersvorsorge verwenden.
10. Lohnt sich Entgeltumwandlung auch noch für Ältere?
Auch ältere Arbeitnehmer können durch die Steuer- und Sozialbeitragsersparnisse, die Entgeltumwandlung bietet, in einem kurzen Zeitraum eine i. d. R. höhere Rendite erzielen, als sie dies mit sonstigen Spar-Anstrengungen aus ihrem Nettoeinkommen könnten.
11. Gibt es für die Entgeltumwandlung auch vorgeschriebene Mindest- und Höchstbeiträge?
Ja. Machen Sie von Ihrem Anspruch auf Entgeltumwandlung Gebrauch, müssen Sie zurzeit mindestens 207,38 € jährlich sparen. Steuer- und sozialabgabenfrei sind höchstens 2.856 € im Jahr, steuerfrei weitere 1.800 €.
12. Wer legt den Durchführungsweg für die bAV im Betrieb fest?
Wer entscheidet also darüber, ob eine Direktzusage, Pensionskasse, Direktversicherung, Unterstützungskasse oder ein Pensionsfonds angeboten wird?

Um den gesetzlichen Anspruch der Beschäftigten auf Entgeltumwandlung zu erfüllen, müssen die Unternehmen – auch wenn sie bereits Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung haben – eine „Riester“-förderfähige Variante der betrieblichen Altersversorgung anbieten, wenn die Arbeitnehmer dies wünschen. Der Arbeitgeber kann jedoch entscheiden, welchen Anbieter er wählt und ob er hierfür eine Pensionskasse und/oder einen Pensionsfonds und/oder eine Direktversicherung anbietet. Bietet ein Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie eine Direktversicherung an, muss diese auf jeden Fall in Kosten und Leistungen mindestens dem Standard der von MetallRente angebotenen Direktversicherung entsprechen.

13. Ist es sinnvoll, die betriebliche Altersversorgung im Unternehmen durch den Abschluss von Betriebsvereinbarungen zu regeln?
Auf jeden Fall. Der Tarifvertrag lässt den Abschlusses freiwilliger Betriebsvereinbarungen ausdrücklich zu. Solche Vereinbarungen können z.B. Regelungen zur Wahl des oder der Durchführungswege, die im Betrieb angeboten werden sollen, betreffen. Sie können Regelungen zur Erwerbunfähigkeits- und Hinterbliebenenabsicherung, zu einer monatlichen, vierteljährlichen oder jährlichen Beitragszahlung enthalte und bestimmen, welche Entgeltbestandteile für die betriebliche Altersvorsorge eingesetzt werden können. Ferner kann geregelt werden, ob es einen Arbeitgeberbeitrag gibt, wie dieser ausgestaltet und wie hoch er ist.
14. Gibt es MetallRente auch in anderen Branchen?
Neben der Metall- und Elektroindustrie haben sich auch andere Branchen und Einzelunternehmen dem Versorgungswerk angeschlossen. Die Textilindustrie, die Holz- und Kunststoffbranche, die Stahlindustrie und auch die AOK haben sich z.B. für MetallRente entschieden.
15. Kann MetallRente auch von Betrieben genutzt werden, die nicht tarifgebunden sind?
Ja. Sowohl tarifgebundene Arbeitgeber, als auch nicht tarifgebundene Arbeitgeber können ihren Beschäftigten MetallRente anbieten.
16. Warum lohnt es sich, MetallRente den Vorzug zu geben?
MetallRente ist eine gemeinsame Einrichtung der Tarifparteien, also von IG Metall und Gesamtmetall. Sie bürgen für Top-Tarife und bringen ihre Stärke in das Versorgungswerk ein. So ist es möglich, dass allen Beschäftigten – egal ob in einem kleinen Handwerksbetrieb oder in einem Großkonzern – dieselben Großkundenkonditionen zur Verfügung stehen. Außerdem bietet MetallRente alle förderfähigen Produkte, ob „Riester“- oder „Eichel“-gefördert und die Absicherung von Berufsunfähigkeit und Hinterbliebenen an. Attraktive Tarife, Sicherheit und eine breite Produktpalette sowie deren Verwaltung aus einer Hand zeichnen MetallRente aus.
17. Was kann ich tun, wenn mein Arbeitgeber noch keine betriebliche Altersversorgung anbietet?
Sie sollten sich mit der Personalabteilung und dem Betriebsrat in Verbindung setzen und dort Ihren Wunsch nach Entgeltumwandlung äußern, in kleineren Unternehmen beim Chef oder Personalverantwortlichen. Jeder Betrieb ist vom Gesetzgeber verpflichtet, Ihnen ein entsprechendes Angebote zu machen. Personalverantwortliche und Betriebsräte sollten die Informations- und Beratungsmöglichkeiten nutzen, die MetallRente bietet, damit den Beschäftigten ein attraktives Angebot unterbreitet wird.
18. Kann ich meinen MetallRente-Vertrag zu einem neuen Arbeitgeber mitnehmen?
Bieten sowohl der alte als auch der neue Arbeitgeber den entsprechenden MetallRente-Durchführungsweg an, kann Ihr Vertrag grundsätzlich vom neuen Arbeitgeber übernommen werden. Je mehr Branchen und Unternehmen also MetallRente anbieten, desto einfacher ist es also, Ihren bestehenden MetallRente-Vertrag von einem zum anderen Arbeitgeber mitzunehmen und zu behalten. Sollte der neue AG MetallRente nicht anbieten können, z.B. weil er einer anderen Branche angehört, ist es trotzdem möglich, Ihre Versorgung zum neuen AG mitzunehmen, jedoch zu den dann beim neuen AG gültigen Konditionen.

Antrag auf Übertragung einer betrieblichen Altersversorgung bei Arbeitgeberwechsel (PDF)

19. Seit dem 21.12.2012 müssen Frauen und Männer nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für gleiche Beiträge gleiche Renten bekommen. Gilt das auch für mich, obwohl ich meinen MetallRente-Vertrag schon vor dem 21.12.2012 abgeschlossen ha
Nein, in diesem Fall bleiben die Ihnen zugesagten Vertragskonditionen erhalten.
20. Gilt das auch bei einem Arbeitgeberwechsel?
Ja, vorausgesetzt, der neue Arbeitgeber übernimmt neben Ihrem bestehenden MetallRente-Vertrag auch die Zusage Ihres bisherigen Arbeitgebers. Diese Zusage sollten Sie also Ihrem neuen Arbeitgeber schon bei der Einstellung vorlegen. Sollten Sie dabei Unterstützung benötigen, wenden Sie sich bitte an den MetallRente-Berater Ihres bisherigen Arbeitgebers.

Für den Fall, dass Sie Ihren Arbeitgeber wechseln und Ihren MetallRente-Vertrag bei Ihrem neuen Arbeitgeber weiterführen wollen, legen Sie ihm bitte die Versorgungszusage, die Ihnen Ihr bisheriger Arbeitgeber erteilt hat, vor und bitten Sie ihn, eine  „Erklärung zur betrieblichen Weiterführung“ abzugeben. Ein entsprechendes Formular ist über das Portal auf der Homepage von MetallRente erhältlich. Wir empfehlen Ihnen daher, sich von unserem MetallRente-Berater in Ihrem bisherigen Unternehmen beraten zu lassen. Er wird Sie individuell über die erforderlichen Schritte beraten, Sie in Ihrem Anliegen unterstützen und sich gfs. mit Ihrem neuen Arbeitgeber in Verbindung setzen.

Falls die Mitnahme des MetallRente-Vertrages zu einem neuen Arbeitgeber nicht möglich ist, hat darüber hinaus jeder Arbeitnehmer in der Direktversicherung, der Pensionskasse und des Pensionsfonds nach dem Betriebsrentengesetz, auch außerhalb von MetallRente einen Rechtsanspruch auf Übertragung seines angesparten Versorgungskapitals auf einen Versorgungsträger eines neuen Arbeitgebers. In einem solchen Fall erfolgt jedoch stets eine Umstellung des Vertrages auf Unisex-Konditionen mit ggfs. schlechteren garantierten Ablaufleistungen als ursprünglich angenommen.
21. Was passiert mit meinen bereits erworbenen Betriebsrentenanwartschaften, wenn ich aus der Firma ausscheide?
Bei einer durch den Arbeitgeber finanzierten Versorgung bleiben Ihre bereits erworbenen Ansprüche erhalten, sofern Sie das 25. Lebensjahr vollendet und Ihre Zusage mindestens fünf Jahre bestanden hat. In der Versorgungszusage kann zu Ihren Gunsten von dieser Regelung abgewichen und beispielsweise die sofortige Unverfallbarkeit Ihrer Ansprüche vertraglich vereinbart werden.

Wenn Sie als Arbeitnehmer Entgelt für eine betriebliche  Altersversorgung umwandeln, ist Ihr Anspruch auf die versicherten Leistungen von Beginn an unverfallbar. Wenn Sie aus dem Betrieb ausscheiden, beiben Ihre Versorgungsansprüche der vereinbarten Versorgungszusage entsprechend, in der Höhe erhalten, die Sie zu diesem Zeitpunkt erreicht haben. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Ihren Vertrag privat weiterzuführen.

22. Meine schon erworbenen Beteriebsrentenansprüche verfallen also bei Firmenwechseln nicht?
Die Ansprüche, die durch Entgeltumwandlung entstehen, verfallen nicht. Sie sind vom ersten Tag unverfallbar. Wird der Vertrag vom Beschäftigten oder vom neuen Arbeitgeber nicht fortgeführt oder das Versorgungskapital nicht auf den neuen Arbeitgeber übertragen, endet der Vertrag mit dem Ausscheiden. Der Arbeitnehmer hat, wenn er das Rentenalter erreicht, Anspruch auf die bis zu seinem Ausscheiden angesparte Betriebsrente gegen seinen früheren Arbeitgeber.

Betriebsrentenansprüche, die durch Arbeitgeberbeiträge aufgebaut werden, sind dagegen nach dem Gesetz erst nach einer Betriebszugehörigkeit von fünf Jahren unverfallbar. Es ist möglich, diese Frist vertraglich abzukürzen.
23. Können die eingezahlten Beträge auch ausgezahlt werden.
Grundsätzlich nein. Es gelten immer die Bestimmungen des Betriebsrentengesetzes. Leistungen dürfen i. d. R. erst bei Eintritt des sog. Leistungsfalles, also bei Erreichen des Rentenalters oder bei Eintritt von Berufsunfähigkeit, wenn Sie deren Absicherung vereinbart haben, erbracht werden. Das hängt u. a. mit dem Sinn der hohen staatlichen Förderung zusammen. Diese soll Arbeitnehmern den Aufbau zusätzlicher Rentenansprüche erleichtern. Der vorzeitige Verbrauch der mit dieser staatlicher Unterstützung aufgebauten zusätzlichen Altersvorsorge würde diesem Ziel zuwiderlaufen.
24. Habe ich die Möglichkeit, Beiträge während der Laufzeit meines Vertrages je nach individueller Einkommenssituation zu erhöhen oder zu reduzieren?
In Pensionskasse, Pensionsfonds und Direktversicherung können Sie bei MetallRente auf der Basis eines einmal vereinbarten laufenden Beitrages jährlich, zusätzliche, variable Beiträge leisten.

Außerdem können Sie bereits bei Vertragsabschluss eine sog. Beitragsdynamik vereinbaren, z. B. dass sich Ihr Beitrag jährlich um 5 % erhöht oder sich immer nach den 4 % der jeweils aktuellen Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung  richten soll.
25. Was passiert, wenn ich mir die Entgeltumwandlung nicht mehr leisten kann?
Der Vertrag mit MetallRente wird auf der Basis eines einmal vereinbarten laufenden Beitrages geschlossen. Können Sie diesen Beitrag für die Pensionskasse, den Pensionsfonds oder die Direktversicherung nicht mehr leisten, können Sie die  Beitragszahlung unterbrechen. Wenn Sie die Beitragszahlung in gleicher Höhe binnen maximal drei Jahren wieder aufnehmen, bringt das keine Nachteile, wie die sonst üblichen Stornoabschläge, für Sie.

Für die Unterstützungskasse sind dagegen grundsätzlich über die gesamte Laufzeit gleich bleibende oder steigende Beiträge zu bezahlen. Beitragsanpassungen nach unten sind nicht ohne weiteres möglich. Ausnahmen gibt es beispielsweise, wenn Sie Íhre Arbeitszeit z. B. wegen Altersteilzeit reduzieren, vorübergehend kein Entgelt erzielen, z. B. im Mutterschutz oder die Entgeltumwandlungsvereinbarung zwischen Ihrem Arbeitgeber und Ihnen in arbeitsrechtlich zulässiger Weise abgeändert wird und die dadurch reduzierten Beiträge nach der Vertragsänderung mindestens in konstanter Höhe gezahlt werden. 

Die Möglichkeit, die Beitragszahlung ganz einzustellen, haben Sie dagegen immer.

Bedenken Sie jedoch, dass jede Beitragsreduzierung, egal aus welchem Grund, stets Ihre spätere Betriebsrente mindert, weil dafür weniger Kapital zur Verfügung steht. Außerdem können Sie bei  einer Beitragsfreistellung ggf. Zusatzabsicherungen, wie z. B. bei Berufsunfähigkeit verlieren.
26. Was passiert mit meiner bAV, falls ich Privatinsolvenz anmelden muss?
Während der Ansparphase kann der Insolvenzverwalter in der Regel nicht auf Ihre bereits erworbenen Betriebsrentenanwartschaften zugreifen. Spätere Betriebsrenten- oder Kapitalzahlungen sind dagegen nur soweit geschützt, als sie die gesetzlichen Pfändungsfreigrenzen nicht übersteigen.
27. Ist die betriebliche Altersversorgung sicher, wenn das Unternehmen, in dem ich beschäftigt bin, pleite macht?
Hat Ihr Arbeitgeber Ihre Beiträge bis zur Stellung des Insolvenzantrages ordnungsgemäß an einen externen Träger, wie eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds abgeführt, sind sie vor einer Insolvenz des Arbeitgebers sicher.

In den Durchführungswegen Direktzusage, Unterstützungskasse und Pensionsfonds ist der Arbeitgeber zudem gesetzlich verpflichtet, unverfallbare Betriebsrentenansprüche der Beschäftigten gegen Insolvenz zu sichern. Er leistet dafür Beiträge an den sog. Pensionssicherungsverein. Dieser springt im Insolvenzfall für den Arbeitgeber ein.
28. Kann ich die Leistungen auch früher als vereinbart in Anspruch nehmen?
Sie können Ihre Betriebsrente, bzw. das Kapital innerhalb eines längeren Zeitraumes, frühestens nach vollendetem 60. Lebensjahr, abrufen.Ihre  Rente verringert sich bei vorzeitiger Inanspruchnahme und erhöht sich bei späterem Abruf entsprechend. Betriebsrenten, die erst ab dem 01.01.2012 zugesagt wurden, können erst nach Vollendung des 62. Lebensjahres in Anspruch genommen werden.
29. Kann ich eine Kapitalzahlung statt einer lebenslangen Rente wählen?
Der Tarifvertrag der M+E-Industrie sieht grundsätzlich vor, dass Versorgungsleistungen der MetallRente als Renten gewährt werden. Dies ist auch richtig, weil Ihnen nur Rentenleistungen dauerhaft einen höheren Lebensstandard im Alter oder bei Erwerbsunfähigkeit gewährleisten können. Dennoch können Sie auch eine (Teil-) Kapitalauszahlung in Anspruch nehmen, wenn Sie das vor dem vereinbarten Rentenbeginn beantragen. Auch Rentenansprüche von bezugsberechtigten Hinterbliebenen können kapitalisiert werden, wenn diese es vor Auszahlung der ersten Hinterbliebenenrente beantragen.
30. Wer hat Anspruch auf Leistungen aus meinem MetallRente-Vertrag, wenn ich sterbe?
Sieht Ihr Vertrag Leistungen für den Todesfall vor, erhalten Hinterbliebene diese Leistungen in der unten genannten Reihenfolge:

1. Ihr Ehegatte bzw. Ihr Lebenspartner in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.
2. Ihre Kinder.
3. Ihr im Versicherungsvertrag namentlich benannte Lebensgefährte mit dem Sie in einer nicht eingetragenen Lebenspartnerschaft, also eheähnlicher Lebensgemeinschaft leben.
4. Falls de genannten Hinterbliebenen fehlen, erhalten von Ihnen benannte Bezugsberechtigte bzw. Ihre Erben, wie z. B. Geschwister, Sterbegeld in Höhe von maximal 8.000 EUR (gilt nicht für die Unterstützungskasse).
31. Muss ich für meine spätere Betriebsrente Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen?
Ja, Betriebsrenten sind Versorgungsbezüge. Wenn  Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung pflicht- oder freiwillig versichert sind und Ihre Betriebsrente monatlich die Geringfügigkeitsgrenze von aktuell 134,75 € übersteigt müssen Sie dafür Beiträge für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung in voller Höhe von z. Zt. 17,55 % bzw. 17,8 % für Kinderlose ,leisten.
32. Gilt das auch, wenn ich mir das Versorgungskapital auszahlen lasse?
Ja, auch dann  müssen Sie Beiträge für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung leisten. Um die Beitragshöhe zu bestimmen, wird das Versorgungskapital fiktiv auf 120 Monate verteilt und sie zahlen monatlich 10 Jahre lang den auf sich daraus ergebenen Teilbetrag entfallenden Beitrag.
33. Muss ich für die Betriebsrente Steuern zahlen?
Die spätere Betriebsrente müssen Sie, wie Ihre anderen Alterseinkünften auch, versteuern. Dabei wird der sich aus Ihren Einkünften ergebende individuelle Steuersatz zugrunde gelegt. Ihre Steuerlast wird daher i. d. R. nicht so hoch sein, wie in Ihrer aktiven Zeit als Arbeitnehmer, weil  Ihr Alterseinkommen ebenfalls niedriger ist.

Wenn Sie sich allerdings für eine Kapitalauszahlung entscheiden, ist Vorsicht geboten. Ihr Versorgungskapital wird im Jahr der Auszahlung in vollem Umfang versteuert und kann daher Ihren individuellen Steuersatz in dem betreffenden Jahr aufgrund der Steuerprogression beträchtlich erhöhen.

Wir empfehlen Ihnen daher dringend, sich vor Ihrer Auszahlungsentscheidung  bei Ihrem MetallRente-Berater über die möglichen Auszahlungsformen zu informieren und sich zusätzlich von  einem Steuerberater beraten zu lassen.
34. Was geschieht, wenn ich Elternzeit in Ansruch nehme, länger krank oder arbeitslos werde?
Der Anspruch auf Entgeltumwandlung ist vom Bestand des Arbeitsverhältnisses und vom Anspruch auf Entgelt abhängig. Wenn Sie also kein Arbeitsentgelt mehr erhalten, können Sie auch nichts mehr zum Erwerb einer zusätzlichen Rente umwandeln. Allerdings haben Sie die Möglichkeit, Ihren Vertrag vorübergehend oder dauerhaft privat, ohne Steuer- uns Sozialversicherungsbeitragsersparnis weiterzuführen. Sie können Ihren Vertrag auch vorübergehend oder dauerhaft beitragsfrei stellen. Nehmen Sie die Zahlung innerhalb von drei Jahren wieder auf, entstehen Ihnen, bis auf die entsprechende Reduzierung der späteren Rentenleistung, keine weiteren Nachteile. Leisten Sie dauerhaft keine Beiträge mehr, bleibt Ihr Anspruch auf Betriebsrente aus den Beiträgen, die Sie bis dahin eingezahlt haben, erhalten.
35. Was passiert mit meinem MetallRente-Vertrag, wenn ich Arbeitslosengeld II bekomme?
Ihre Versorgungsansprüche bleiben erhalten. Unverfallbare Anwartschaften aus der betrieblichen Altersversorgung werden grundsätzlich nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet.
36. Habe ich bei bAV-Riester-Verträgen die Möglichkeit, von einem Lebensversicherungs-Anbieter zum Anbieter eines Fondssparplans oder umgekehrt zu wechseln?
Wenn Sie einen zertifizierten Riester-Renten-Versicherungsvertrag abgeschlossen haben, haben Sie das gesetzlich verbriefte Recht, in einen anderen zertifizierten Riester-Renten-Vertrag zu wechseln. Sie können also ohne weiteres von einer Riester-Renten-Versicherung auf einen Riester-geförderten zertifizierten Fondssparplan umsatteln und umgekehrt.

Riester-Zulagengeförderte Versicherungen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung sind jedoch nicht zertifiziert. Hier besteht also dieser Rechtsanspruch nicht. Ein Anbieterwechsel kann hier lediglich im Rahmen eines Arbeitgeberwechsels vorkommen (Schlagwort "Portabilität").
37. Was passiert, wenn ich meinen bAV Riester-Vertrag privat weiterführen möchte?
Das können Sie ohne weiteres. Führen Sie Ihren Riester-Zulagen-geförderten bAV Vertrag privat fort, bleibt er weiterhin förderfähig, obwohl er nicht nachträglich zertifiziert wird.
38. Kann ich eine bestehende betriebliche Altersversorgung zur Entgeltumwandlung nutzen?
Prinzipiell ja. Es muss nur darauf geachtet werden, dass ein sogenannter förderfähiger Durchführungsweg angeboten wird. Diese betriebliche Altersversorgung muss also in Form einer Pensionskasse oder eines Pensionsfonds organisiert sein oder es muss eine Direktversicherung angeboten werden.
39. Weshalb soll ein Arbeitgeber überhaupt betriebliche Altersversorgung anbieten?
Erstens ist der Arbeitgeber verpflichtet, den Rechtsanspruch der Arbeitnehmer auf Entgeltumwandlung zu erfüllen. Machen viele Beschäftigte von diesem Anspruch Gebrauch, hat der Arbeitgeber zweitens selbst handfeste Vorteile. Auch er spart nämlich Sozialversicherungsbeiträge und kann damit eine beträchtliche Lohnnebenkostenentlastung erreichen. Drittens steigert die betriebliche Altersversorgung die Attraktivität seines Unternehmens für seine Mitarbeiter und neue Bewerber.
40. Warum ist die betriebliche Altersvorsorge so aktuell?

Dafür gibt es drei gute Gründe:
  • Die Beschäftigten haben seit 1. Januar 2002 einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung.
  • Die steuerliche Förderung der Entgeltumwandlung bzw. die staatlichen Zulagen für „Riester“-Renten und die Teilnahme vieler Beschäftigter machen Betriebsrenten sehr attraktiv.
  • Zusätzliche Vorsorge ist für jedermann notwendig, um einen Lebensabend in Würde und ohne materielle Not zu erleben.
41. Auf welches Konto werden die Beiträge für MetallRente eingezahlt?
Der Arbeitgeber wickelt das Beitragsexkasso über die folgende Bankverbindung ab:

Empfänger: MetallRente
Konto-Nr.: 911 162 102
BLZ: 600 800 00
IBAN: DE12600800000911162102
BIC/SWIFT: DRESDEFF600
Commerzbank AG

Als Verwendungszweck bitte die Gruppenvertrags-Nr. eingeben.
42. Wie kann ich mich über MetallRente informieren?
Unter dem Menüpunkt Kontakt finden Interessenten, Arbeitgeber und Beschäftigte alle wichtigen Kontaktdaten für Fragen und Anliegen zu bestehenden MetallRente-Vertragen oder zu den Vorsorgeangeboten des Versorgungswerks.
43. Wohin kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zu meinem MetallRente-Vertrag habe?
Wenn Sie Fragen zu Ihrem MetallRente-Vertrag haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Personalabteilung und den MetallRente-Berater Ihres Unternehmens. Sollten Ihnen die Kontaktdaten des MetallRente-Beraters nicht bekannt sein, fragen Sie bitte in Ihrer Personalabteilung nach.

Eine Antwort auf Fragen zu Ihrem bestehendem MetallRente-Vertrag erhalten Sie auch unter folgender kostenloser Hotline-Nummer.

Tel.: 0800 - 4 100 104