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Martin Kannegiesser: Vielfalt braucht Regeln

„Wir brauchen gemeinsame Regeln, damit Vielfalt möglich ist“, betont Martin Kannegiesser, der erfolgreiche Unternehmer, Ehrenpräsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall und einer der Gründerväter des Versorgungswerks MetallRente, in der Gesprächssendung „Karch fragt nach!“. Kannegiesser gibt Einblick in Stationen seines persönlichen und beruflichen Lebens, äußert sich zur Bewältigung der Finanzkrise in Deutschland, den Besonderheiten von Sozialpartnerschaft „made in Germany“, zur Bedeutung des Mittelstands für die globale Wettbewerbsfähigkeit und zu den vor uns liegenden demografischen Herausforderungen.

Martin Kannegiesser: Vielfalt braucht Regeln

Berlin, 12.09.2014. „Wir brauchen gemeinsame Regeln, damit Vielfalt möglich ist“, betont Martin Kannegiesser, der erfolgreiche Unternehmer, Ehrenpräsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall und einer der Gründerväter des Versorgungswerks MetallRente, in der Gesprächssendung „Karch fragt nach!“.  Kannegiesser gibt Einblick in Stationen seines persönlichen und beruflichen Lebens, äußert sich zur Bewältigung der Finanzkrise in Deutschland, den Besonderheiten von Sozialpartnerschaft „made in Germany“, zur Bedeutung des Mittelstands für die globale Wettbewerbsfähigkeit und zu den vor uns liegenden demografischen Herausforderungen.

Von den Tarifparteien verabredete Spielregeln seien in Kombination mit ausreichender Gestaltungsfreiheit auf Unternehmensebene der Schlüssel zu erfolgreicher Entwicklung der Wirtschaft. Der langjährige Verbandsfunktionär vertraut dabei auf die deutsche Tradition der Flächentarifverträge, die den notwendigen kollektiven Rahmen bildeten, damit die deutschen Unternehmen nicht von gesellschaftlichen Trends abgekoppelt würden.

Kannegiesser, 2010 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, würdigt die von Respekt, Fairness, Vertrauen und Offenheit geprägte Sozialpartnerschaft in Deutschland. Ohne diese gewachsene Partnerschaft hätte es die Pforzheimer Beschlüsse und auch die erfolgreichen und in der Welt beispiellosen Regelungen zur Kurzarbeit während der Finanzkrise 2009 nicht gegeben.

Demografische Herausforderungen sind gemeinschaftliche Aufgabe

Weder Betriebe noch der Einzelne könnten die anstehenden Aufgaben alleine bewältigen.
Es gehe nicht, die Aufgaben, von denen die Altersvorsorge ja nur eine sei, durch Kürzungen der Gehälter zu finanzieren. Die Leistungsseite, d. h. die Fähigkeit zu erheblichen Produktivitätssteigerungen, sei entscheidend. Dies sei auch eine Schlüsselfrage, um sich im Markt weiter durchzusetzen.

„Das Umlagesystem, also das Solidarprinzip der gesetzlichen Rente, werden wir immer brauchen. Aber es muss ergänzt werden“, so Kannegiesser. Das gemeinsame Grundverständnis in dieser Frage habe bereits vor 13 Jahren dazu geführt, dass die beiden Tarifparteien Gesamtmetall und IG Metall das Versorgungswerk MetallRente gegründet und gemeinsam der Versicherungswirtschaft gegenüber gesessen hätten, um über die Vorsorgeangebote und Bedingungen zu verhandeln „Gemeinsam waren wir da unschlagbar“, so der 72-jährige Kannegiesser über die Verhandlungen von 2001. In den nächsten Jahren müsse aber auch MetallRente selbst „bestimmte Finanzierungskonzepte neu überdenken“.


Martin Kannegiesser, 1941 in Posen geboren, ist Unternehmer und langjähriger Verbandsfunktionär. Er ist Ehrenpräsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall und einer der Gründerväter des Versorgungswerks MetallRente.

In der Gesprächssendung von MetallRente „Karch fragt nach“ nehmen herausragende Sozialpolitiker, Wissenschaftler, Arbeitgeber und Gewerkschafter Stellung zu Fragen wie Altersversorgung, Rente und Demografie. Weitere Videos aus der Reihe: Gespräche mit Traute Meyer, Sandra Navidi, Sahra Wagenknecht, Jürgen Stark, Georgios Papandreou, Bert Rürup, Wolfgang Gründinger, Walter Riester und Thomas Schanz.

MetallRente wurde 2001 als gemeinsame Einrichtung der beiden Sozialpartner Gesamtmetall und IG Metall gegründet. Das Versorgungswerk stellt Angebote für die betriebliche und private zusätzliche Altersvorsorge sowie die Absicherung von Berufsunfähigkeit und Hinterbliebenen bereit. Dem Versorgungswerk der Metall- und Elektroindustrie haben sich auch die Stahlindustrie und die Branchen Textil sowie Holz und Kunststoff angeschlossen.