MetallRente fordert mehr Engagement für betriebliche Altersversorgung

MetallRente fordert mehr Engagement für betriebliche Altersversorgung

„Bei allem Optimismus zu den Rentenfinanzen und den Befunden zum projizierten Gesamtalterseinkommen im 65. Lebensjahr bleibt es dringend notwendig, das Ziel der flächendeckenden Verbreitung der zusätzlichen Altersvorsorge nicht aus den Augen zu verlieren“, so Heribert Karch, Geschäftsführer von MetallRente, gestern auf einer Tagung in München.

Die vorgelegten Ergebnisse der Untersuchung „Altersvorsorge in Deutschland 2005“ geben Anlass zu der Sorge, dass weite Teile der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Möglichkeit der Entgeltumwandlung zugunsten einer Betriebsrente weiterhin nicht nutzen, obwohl sie seit 2002 einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung besitzen.

„Je weniger sich die Beteiligungsquoten bei den Jüngeren nach oben bewegen, desto weniger kann von einem wirklichen Reformerfolg der Politik gesprochen werden“, bewertet Heribert Karch die aktuelle Situation.

Wie der Studie, die im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung Bund und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales durchgeführt wurde, zu entnehmen ist, verfügen von den zum Befragungszeitpunkt 40- bis 60-Jährigen deutschlandweit 29 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen über projizierte eigenständige Anwartschaften auf Betriebsrenten im 65. Lebensjahr. Während im Westen der Anteil der Männer mit 34 Prozent doppelt so hoch ist wie der der Frauen, liegen die Werte in den neuen Ländern - historisch bedingt - auf deutlich niedrigeren Niveaus, und zwar bei 8 bzw. 9 Prozent. Karch: „Wenn die Werte für die hier betrachteten Geburtsjahrgänge stimmen, wovon auszugehen ist, sind die erst kürzlich präsentierten Ergebnisse zur bAV in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst, denen zufolge rund 65 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten über eine Betriebsrentenanwartschaft verfügen, zu optimistisch.“

Werden die jüngste (1957-1961) und die älteste (1942-1946) in die Untersuchung einbezogene Geburtskohorte miteinander verglichen, so ist nur bei den Männern und Frauen in den neuen Ländern eine deutliche Ausweitung der bAV festzustellen, d. h., Betriebsrentenanwartschaften sind stärker bei Jüngeren als bei den rentennahen Jahrgängen verbreitet. In den alten Ländern werden zwar durchgängig höhere Niveaus erreicht. Aber die Anteile bei den Männern sind für beide Kohorten gleich, und bei den jüngeren Frauen ist sogar eine leicht abnehmende Verbreitung erkennbar. „Je weniger sich die Beteiligungsquoten bei den Jüngeren nach oben bewegen, desto weniger kann von einem wirklichen Reformerfolg der Politik gesprochen werden“, bewertet Heribert Karch die aktuelle Situation.

„Die Zukunftsaufgaben“, so Heribert Karch, „liegen in der weiteren Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung, und zwar in Ost wie West. Es ist dringlich geboten, dauerhaft stabile Rahmenbedingungen und ein positives gesellschaftliches Klima für die zusätzliche Altersvorsorge insgesamt zu erzeugen.

Die Debatte um die Einbeziehung von Immobilien in die Riester-Förderung wird deshalb nicht nur neue Irritationen bei den Altersvorsorgesparern auslösen, sondern verursacht wieder einmal einen politisch schwer reparierbaren Vertrauensschaden, wenn nun ein paralleles Fördermodell eingeführt werden würde. „Wohn-Riester“ vermittelt gravierende Fehlanreize und droht, ein hohes Versorgungsrisiko zu schaffen. Während die zusätzliche Altersversorgung auf Mobilität justiert ist, findet bei „Wohn-Riester“ das Gegenteil statt und trägt heutigen Erwerbsbiografien nicht Rechnung. Karch: „Die Altersversorgung ist zu wichtig, um damit kurzfristig die Bau-Lobby zu befriedigen."

Die zusätzliche Altersversorgung benötigt  weiterhin die Anstrengungen aller Beteiligten, die seit 2002 entfaltete Vorsorgedynamik des Auf- und Ausbaus der zusätzlichen Altersvorsorge voranzutreiben und den Weg zu einer flächendeckenden Verbreitung zu ebnen. „Erst wenn dieser Zustand annähernd erreicht ist“, so Karch, „kann auch der in der Regierungsstudie unterstellte Positivtrend in der Entwicklung der zukünftigen Alterseinkommen eintreten.“

MetallRente, eine gemeinsame Einrichtung vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall und der Industriegewerkschaft IG Metall, leistet als tarifliches Versorgungswerk einen maßgeblichen sozialpolitischen Beitrag zur Verbreitung der Entgeltumwandlung. Auf der Grundlage von Tarifverträgen zur Entgeltumwandlung (EUW) und über Altersvorsorgewirksame Leistungen (vormals vermögenswirksame Leistungen) in der Metall- und Elektroindustrie und weiterer angeschlossener Branchen bietet das Versorgungswerk Altersvorsorgelösungen mit attraktiven Konditionen an. Hierzu gehören die betriebliche Altersversorgung (bAV), die staatlich geförderte Riester-Rente sowie die Absicherung von Berufs- und Erwerbs­unfähigkeit und Hinterbliebenenschutz.

Unterstützt durch die beiden Sozialpartner, ist das Versorgungswerk der Anbieter am Markt, der alle Anforderungen dieser Tarifverträge in den Durchführungswegen Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds erfüllt. Die private Berufsunfähigkeitsvorsorge MetallRente.BU und die private Riester-Vorsorge MetallRente.Riester, exklusiv für Beschäftigte in den angeschlossenen Branchen und Unternehmen, komplettieren das Leistungsspektrum.

MetallRente wächst sehr dynamisch und genießt das Vertrauen von über 12.000 Unternehmen (Oktober 2007), die ihren Beschäftigten die tarifvertragskonformen Vorsorgeprodukte zur Absicherung elementarer Lebensrisiken bereitstellen. Dies entspricht einer erreichten Marktdurchdringung von über 60 Prozent, gemessen an allen Industrieunternehmen (20 Beschäftigte und mehr) der Zielbranchen. Mit einem Versichertenbestand von ca. 240.000 Beschäftigten (Oktober 2007) und verwalteten Beiträgen von über 1 Mrd. Euro zählt das Versorgungswerk zu den erfolgreichsten und am stärksten wachsenden Einrichtungen seiner Art. MetallRente hat sich nach nicht einmal sechs Jahren operativer Tätigkeit zu einem bundesweiten Industriestandard für kleine, mittlere und Großunternehmen etabliert und stellt zugleich eine maßgebende Benchmark für Wettbewerber dar.

Kontakt:
MetallRente
Presse / Öffentlichkeitsarbeit
Bettina Theek
Dorotheenstraße 37, 10117 Berlin, Tel.: 030 / 20 65 85 81

E-Mail: bettina.theek@metallrente.de, www.metallrente.de
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